Balance und Achtsamkeit

Stressverhalten

Das Wort „Stress“ ist im Moment allgegenwärtig. Ob im Beruf, im Familienleben oder in der Schule. Überall erfährt der Mensch Stress.
Dabei wird unterschieden, ob man positiven Stress erfährt, wie beim Sport , oder aber negativen Stress.
Dieser negative Stress entsteht bei Überlastung, zu wenig Pausen, zu wenig Schlaf, Streitigkeiten, Prüfungsangst.
Wirkt sich dieser negative Stress zu lange auf den Körper aus, kann das schwerwiegende Folgen haben.

Aber warum ist die heutige Generation so gestresst?

Der Bereich in unserem Gehirn, der für die Entstehung von Stresshormonen verantwortlich ist, ist sehr alt und primitiv. Er steuert die lebenswichtigen Funktionen des Körpers. So auch die Reaktion auf eine stressige Situation.
Da dieser Teil so alt ist, ist eben auch seine Umgangsweise mit Stress veraltet. Als Menschen noch in Höhlen lebten, waren sie anderen Gefahren ausgesetzt als heute.
Als unsere Vorfahren auf ein wildes Tier trafen, erhöhte der Körper die Muskelspannung, das Herz schlug schneller, die Verdauung wurde eingestellt. Der Mensch war bereit um sein Leben zu kämpfen oder zu rennen.
Das Gehirn reagiert auf eine solche Gefahrensituation mit fight, flight und freeze.
Also eine Kampf-, Flucht oder Nicht bewegen Reaktion.
Dabei entsteht Kortisol und Adrenalin. Diese Hormone wurden durch einen Kampf oder eine Flucht abgebaut.
Das Problem an dieser Reaktion: Adrenalin und Kortisol werden heute immer noch in Stress Situationen produziert, es fehlt an dem geeigneten Abbau.
Wenn Beispielsweise der Chef zum Gespräch lädt, ist eine Kampf Reaktion der Karriere nicht förderlich.
Genauso sollte man nicht fliehen, wenn man gerade in einer wichtigen Prüfung sitzt.
Jetzt kommen die Entspannungsverfahren ins Spiel. In diversen Studien wurde nachgewiesen, dass Entspannungsverfahren zum Abbau körperlicher Erregung führen und eine Linderung vieler stressbedingter Beschwerden bewirken.
Die Entspannungsmethoden dienen demnach dazu, körperliche Anspannung zu lösen, Widerstandskraft gegenüber Belastungen zu erhalten und neue Energien aufzubauen.
Das autogene Training oder progressive Muskelrelaxation helfen dabei. Durch autosuggestion bzw. dem gezielten An- und Entspannen bestimmter Muskelgruppen wird ein Entspannungszustand hervorgerufen. Dieser unterstützt den Körper beim Abbau der Stresshormone und begegnet zukünftigen Stress Situationen gelassener.

Kurse zum Erlernen dieser Verfahren findet man demnächst bei Balance und Achtsamkeit.